Desktop-Prozessor Core i9-10900K: Mit der Brechstange an die Gaming-Spitze

Intels Zehnkerner Core i9-10900K setzt sich bei der Spieleleistung an die Spitze der Desktop-Prozessoren, liegt in vielen Anwendungen aber hinter Ryzen 3000.

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(Bild: Intel)

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Ab sofort sind die Desktop-Prozessoren der zehnten Core-i-Generation "Comet Lake" sowie die zugeh?rigen LGA1200-Mainboards mit Serie-400-Chips?tzen im Handel erh?ltlich. Die technischen Daten wie Kernanzahl, Taktfrequenzen und die Preise der 32 CPUs hatte Intel bereits Ende April freigegeben. Zu diesen z?hlen au?er den Core i3/i5/i7/i9-10000 mit vier bis zehn Kernen auch die Dual-Cores Celeron G5900 und Pentium Gold G6000.

Das Topmodell Core i9-10900K tritt mit zehn Kernen und bis zu 5,3 GHz Turbotakt gegen AMD Ryzen 3000 an, die es allerdings mit bis zu 16 Kernen gibt. Zun?chst das Positive: Intels selbstgestecktes Ziel, die derzeit schnellste Gaming-CPU zu bauen, ist geglückt. Bei Full-HD-Aufl?sung mit einer leistungsstarken Grafikkarte wie einer GeForce RTX 2080 Ti lag die Bildrate mit dem Core-i9-10900K 7 bis 16 Prozent über jener der schnellsten AM4-CPU Ryzen 9 3950X. Im Vergleich zum Achtkerner Core i9-9900K schafft der Nachfolger Core i9-10900K aufgrund des Mehrtakts etwas h?here Bildraten. Auch bei Office-Anwendungen hat Intels Zehnkerner die Nase vorn – allerdings eher mess- als fühlbar.

Unter Volllast darf die 125-Watt-CPU Core i9-10900K kurzzeitig bis zu 250 Watt schlucken.

(Bild:?c't)

Bei Multithreading-Anwendungen wie Rendering und Videokodierung kann der Core i9-10900K trotz 56 Sekunden langer Turbophase mit 250 Watt thermischen Budget dennoch nicht mit den Ryzen 3000 mithalten. Im Cinebench R20 erreichte er im c’t-Labor unter optimalen Bedingungen mit Thermal Velocity Boost 6410 Punkte.

Der 160 Euro günstigere 12-Kerner Ryzen 9 3900X kommt auf 7237 Punkte und schluckte w?hrend des Cinebench-Durchlaufs obendrein 80 Watt weniger. Obwohl der Core i9-10900K 600 MHz h?her taktet, liegt der Ryzen 9 3950X in der Singlethreading-Wertung mit 533 Punkten gleichauf.

Derzeit gibt es vor allem teure Mainboards mit dem High-End-Chipsatz Z490 zu kaufen, die 140 Euro und mehr kosten. Preiswerte LGA1200-Boards zum Beispiel mit B460-Chipsatz folgen in den n?chsten Wochen. Zudem erscheinen in den n?chsten Monaten Business-PCs und Workstations mit Fernwartungs- und Sicherheitsfunktionen der Marke vPro und den mit Core i-10000 eng verwandten Prozessoren Xeon W-1200.

Den ausführlichen Test des Core-i9-10900K und Core i5-10600K lesen Sie in c't 13/2020, die Anfang Juni erscheint.

(chh)

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