Klage: Recycler verkaufte 100.000 Apple-Ger?te einfach weiter

Eine kanadische Firma soll iPhones, iPads und Apple-Uhren nicht in ihre Einzelteile zerlegt haben. Stattdessen machten drei Mitarbeiter wohl anderweitig Umsatz.

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Ab in die Tonne – und dann zurück in den Verkauf?

(Bild: Phoenixns/Shutterstock.com)

Von
  • Ben Schwan

Apple hat ein Unternehmen aus Kanada verklagt, das dem Konzern als Recyclingpartner diente. Laut einem Bericht des ?rtlichen Innovationsblogs The Logic sollen bei einer Firma aus Ontario insgesamt mindestens 103.845 iPhones, iPads sowie Apple-Watch-Ger?te nicht wie verlangt wiederverwertet – also in ihre Einzelteile zerlegt – sondern schlicht weiterverkauft worden sein.

Geep, wie die Firma hei?t, bestreitet laut dem Bericht nicht, dass die zu recycelnden Ger?te "gestohlen" worden sind. In Apples Klage, die offenbar bereits im Januar eingereicht wurde, hei?t es, Manager der kanadischen Firma seien dafür verantwortlich. Laut Geep soll es sich um "drei Angestellte" gehandelt haben, die den Wiederverkauf "ohne andere zu warnen" vorgenommen h?tten.

Laut Apple soll der Gewinn, den die Diebe einstrichen, komplett bei diesen gelandet sein; zus?tzlich wurden noch rund 21 Millionen Euro eingenommen. Geep selbst will, dass die verantwortlichen Mitarbeiter für den Schaden geradestehen. Apple kam nur aufgrund eines Audits darauf, dass sich bei Geep offenbar ein eintr?gliches Gesch?ft mit Gebrauchtware abspielte.

Nach einem Abgleich von Seriennummern kam heraus, dass 18 Prozent aller Ger?te, die Geep zum Recycling erhielt, sich wieder in Netzwerken von Mobilfunkanbietern anmeldeten. Die Stückzahl der geklauten Hardware k?nne sogar noch h?her sein, weil auch WLAN-Modelle von iPad und Apple Watch dabei waren – und die melden sich nicht bei Mobilfunkern an.

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Apples Klage geht nun durch die kanadische Gerichtsbarkeit. Das Unternehmen verlangt von Geep die illegal erlangten Gewinne sowie Schadenersatz und besagte 21 Millionen Euro. Der Fall zeigt, wie wertvoll gebrauchte Apple-Ger?te noch sein k?nnen – wie gut diese vor dem Wiederverkauf aufbereitet wurden (und ob das überhaupt geschah) bleibt unklar. Abnehmer fanden die Diebe jedenfalls augenscheinlich problemlos. (bsc)

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