Mehr Privatsph?re mit Fritzboxen

Sicherheitslücken gef?hrden immer h?ufiger die Privatsph?re: In aktuellen Fritzboxen lassen sich drei wichtige Gegenmittel besonders einfach aktivieren.

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(Bild: Andreas Martini)

Von
  • Dusan Zivadinovic
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Seine Privatsph?re muss man selbst verteidigen, Konzerne und der Staat haben daran naturgem?? kein Interesse. Das ist so weit nichts Neues. Wie Sie Ihre PCs, Smartphones und andere Ger?te ohne viel Aufwand konfigurieren, damit sie einen minimalen Fu?abdruck im Internet hinterlassen, haben wir in unseren Privacy-Checklisten 2020 zusammengefasst. Doch für manche Lücken materialisieren sich die Gegenmittel nur verz?gert.

Beispielsweise ist die Telefonie per Voice over IP seit jeher ungeschützt. Obwohl erste Verschlüsselungen schon Anfang der 2000er-Jahre spezifiziert worden sind, lie?en Provider, Telefon-, Tk-Anlagen- und Routerhersteller sie fast zwei Jahrzehnte lang links liegen. Derweil haben Messenger mit VoIP-Funktion davon profitiert. Signal, Wire, WhatsApp, iMessage und andere verschlüsseln Ende-zu-Ende und der Nutzer muss nicht einen Finger dafür rühren.

H?chste Zeit also, dass mit der Telekom ein gro?er Player im Markt wenigstens eine der vielen Methoden aufgreift und Routerhersteller wie AVM, Lancom oder Bintec-elmeg mitzieht. Denn Messenger sind nicht interoperabel und heute noch weniger verbreitet als Festnetztelefone.

Doch übliche VoIP-Gespr?che, die auch grenzüberschreitend laufen k?nnen, lassen sich leicht massenhaft abh?ren, auch von fremden Nachrichtendiensten. Nicht zu vergessen die blank in den Hausverteilern zusammenlaufenden Telefonkabel: An Hausverteilern, die oft unbeachtet in Kellern stehen oder gar au?en an Geb?uden, k?nnen Angreifer mit Notebook und DSL-Analysator oft unbehelligt alles mitschneiden, was über die DSL-Leitungen ins Internet geht. Und es soll ja Firmen geben, in denen Passw?rter oder auch Kreditkartendaten telefonisch durchgegeben werden.

Stellt man aktuelle Fritzboxen auf das moderne WPA3 um, erh?ht das die Sicherheit erheblich. WLAN-Clients, die sich nicht aufrüsten lassen, k?nnen weiterhin WPA2 verwenden.

Die Ger?teentwickler haben es allerdings nicht immer leicht, die Spezifikationen zur VoIP-Verschlüsselung umzusetzen. An manchen Stellen sind die Schriften zu knapp oder sie überlassen die genaue Implementierung dem Gespür der Programmierer. Das geht nicht immer gut und so haben wir auch für die Fritzbox Verbesserungsvorschl?ge. Unterm Strich ist aber zu sagen: Der Einstieg in die VoIP-Verschlüsselung ist gelungen, auch wenn der hiesige Branchenprimus AVM zu wünschen übrig gelassen hat.

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