Rot-Grün in Hamburg plant "Einstieg in den Ausstieg von Microsoft"

Die Hamburger Verwaltung soll künftig st?rker auf Open-Source setzen, haben SPD und Grüne in ihren Koalitionsverhandlungen vereinbart.

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(Bild: Ashwin Kumar, CC BY-SA 2.0)

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SPD und Grüne wollen in Hamburg künftig mehr Open-Source-Software einsetzen und die Abh?ngigkeit der Stadtverwaltung von Microsoft reduzieren. Das verkündeten die beiden Parteien am Donnerstag nach ihrer 13. Verhandlungsrunde über das n?chste Regierungsbündnis an der Elbe. "Wir haben u.a verabredet: Einstieg in Ausstieg Microsoft & mehr quelloffene Software in der Hamburger Verwaltung", twitterten die Grünen. Hamburg solle "Vorbild in digitaler Souver?nit?t" werden.

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Es gehe im Kern darum, dass die Stadtverwaltung in puncto Software-Entwicklung "nicht einseitig abh?ngig werde", sondern selbst die n?tige digitale Kompetenz besitze, sagte der SPD-Politiker Carsten Brosda nach den Verhandlungen. Der Grüne Farid Müller erg?nzte, die Parteien k?nnten sich vorstellen, Dataports Open-Source-Suite "Projekt Phoenix" auf freiwilliger Basis in Hamburger Beh?rden und Betrieben einzuführen. "Das w?re dann tats?chlich eine Alternative zum bisherigen Microsoft-basierten Verwaltungshandeln."

In München haben Lokalpolitiker der beiden Parteien erst vor drei Wochen ?hnliches vereinbart. "Wo immer technisch und finanziell m?glich, setzt die Stadt auf offene Standards und freie Open Source-lizenzierte Software und vermeidet damit absehbare Herstellerabh?ngigkeiten", hei?t es im Koalitionsvertrag zwischen SPD und Grünen für die Stadtratsperiode bis 2026. Allerdings wechselt die Münchner Stadtverwaltung zurzeit vom quelloffenen "LiMux" zurück zu Microsoft. Ob die neue Regierungskoalition in dieses Projekt noch einmal eingreift, ist offen.

Auf Ebene der Bundesl?nder setzt bislang vor allem Schleswig-Holstein stark auf Open-Source-Software. Der Kieler Landtag beschloss 2018 die Abkehr von propriet?rer Software in der Verwaltung. Mit dem Kurs in Richtung Open Source habe man nun "auch das Nachbarland Hamburg angesteckt", twitterte Digitalminister Jan-Philipp Albrecht (Grüne) am Freitag.

Auch die Bundesregierung treibt das Thema der "digitalen Souver?nit?t" in letzter Zeit wieder st?rker voran. Innenminister Horst Seehofer (CSU) verkündete im September, man wolle Abh?ngigkeiten gegenüber einzelnen Anbietern verringern und prüfe Alternativ-Programme.

(cwo)

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