Zuckerberg: In 10 Jahren arbeiten 50 Prozent der Mitarbeiter von Zuhause

Das Arbeiten im Homeoffice hat sich als "effizienter" erwiesen, sagt Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Mehr Homeoffice k?nnte bei Facebook zum Standard werden.

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(Bild: Frederic Legrand - COMEO/Shutterstock.com)

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Facebook-Chef Mark Zuckerberg geht davon aus, dass die Corona-Krise einen langfristigen Wandel hin zur Arbeit au?erhalb des Büros angesto?en hat. Er rechne damit, dass in zehn Jahren rund jeder zweite Besch?ftigte des Online-Netzwerks so arbeiten werde, sagte Zuckerberg in einem Interview des Technologieblogs The Verge am Donnerstag. Zuvor hatte bereits unter anderem Twitter angekündigt, dass alle Mitarbeiter auch nach dem Ende der Krise ihre Jobs von Zuhause aus fortführen k?nnten, wenn ihre Aufgaben dies zulassen.

Die Zahl von 50 Prozent sei seine Sch?tzung, kein Ziel, betonte Zuckerberg in dem Interview mit The Verge. In einer Umfrage habe jeder fünfte Mitarbeiter sich dafür ausgesprochen, dauerhaft von Zuhause aus zu arbeiten, weitere 20 Prozent h?tten einiges Interesse daran gezeigt. Bei einigen von diesen 40 Prozent werde das angesichts ihrer Jobs nicht funktionieren – aber er gehe davon aus, dass in den kommenden Jahren weitere Mitarbeiter eingestellt werden, die von Anfang an von Zuhause arbeiten.

Die gro?en US-amerikanischen Technik-Konzerne hatten traditionell im Gegenteil darauf gesetzt, ihre Mitarbeiter in Firmenzentralen und gro?en Büros im Ausland an einem Ort zusammenzubringen. Dafür leisteten sie sich auch teure Bauprojekte. So errichtete Apple ein noch vom Gründer Steve Jobs erdachtes kreisf?rmiges Geb?ude für 12.000 Besch?ftigte. Facebook erweiterte seine Zentrale mit hangargro?en Geb?uden des Stararchitekten Frank Gehry mit G?rten auf dem Dach. Google ist dabei, eine aufsehenerregende neue Zentrale in einem gewaltigen Glas-Zelt zu bauen.

Zugleich trug die Konzentration hochbezahlter Mitarbeiter zum drastischen Anstieg der Immobilienpreise im Silicon Valley bei, der für soziale Probleme sorgt. Wenn Besch?ftigte, die au?erhalb des Büros arbeiten, aus dem Silicon Valley wegziehen, müssten sie das Unternehmen darüber informieren, damit ihre Einkommen angepasst werden k?nnen, sagte Zuckerberg laut Medienberichten in einem Livestream für Mitarbeiter.

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Im Gespr?ch mit The Verge betonte der Facebook-Chef, dass sich das Arbeiten von Zuhause als effizienter als erwartet erwiesen habe. "Einige Leute dachten, dass alles auseinanderfallen wird – aber das passierte nicht." Eine wichtige Frage auf Dauer sei aber, wie man dabei Unternehmenskultur, Kreativit?t und soziale Kontakte erhalte. Zugleich k?nnten dadurch aber mehr Menschen aus verschiedenen sozialen Schichten für ein Unternehmen arbeiten, weil weniger von ihnen umziehen oder pendeln müssten.

In der Corona-Krise wechselten mehr als 90 Prozent der Facebook-Besch?ftigten ins Homeoffice. Wenn demn?chst die ?ffnung der Büros beginne, würden sie nur zu etwa einem Viertel besetzt sein, sagte Zuckerberg. Er selbst müsse zwar für Treffen zum Beispiel mit Gesch?ftspartnern oder Beh?rdenvertretern in die Zentrale kommen – werde aber in Zukunft mehr Zeit als bisher au?erhalb des Büros arbeiten. Auch er sei Zuhause produktiver gewesen als erwartet.

(olb)

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