iOS 13.5: Apple bringt Corona-Update

Mit Bluetooth-Kontaktprotokoll und Face-ID-Anpassungen für Gesichtsmaskentr?ger reagiert Apple auf die Pandemie. Das Update soll auch Schwachstellen ausr?umen.

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(Bild: NYC Russ/Shutterstock.com)

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Apple hat iOS und iPadOS 13.5 am Mittwochabend zum Download freigegeben. Das Betriebssystem-Update für iPhones und iPads steht im Zeichen der Coronavirus-Pandemie. Zu den gro?en Neuerungen geh?rt die gemeinsam mit Google entwickelte Schnittstelle, die als Grundlage für Corona-Warn-Apps dient: Die "Exposure Notification API" erlaubt es durch Apple abgesegneten Apps von Gesundheitsbeh?rden, auf iPhones auch im Hintergrundbetrieb Bluetooth-IDs zu senden und zu empfangen. Nach l?ngerem Kontakt mit einem Covid19-Infizierten soll der Nutzer dann eine Warnmeldung erhalten.

Vorerst soll das Bluetooth-Kontaktprotokoll nur durch Installation einer staatlichen Warn-App aktiviert werden. Man wolle Gesundheitsbeh?rden damit erm?glichen, ihre Covid19-Apps "effektiv zu machen und zugleich die Privatsph?re des Nutzers zu schützen", teilte Apple-Chef Tim Cook mit. Laut Apple wird die Kontaktmitteilungen-API in 22 L?ndern eingeführt, dazu dürfte auch Deutschland z?hlen. Eine Liste aller eingebundenen L?nder liegt noch nicht vor.

Zu einem sp?teren Zeitpunkt wollen Apple und Google die Funktion tiefer in ihre Betriebssysteme integrieren, dann soll die Kontaktverfolgung nach einem Opt-in gleich m?glich sein, ohne dafür erst eine App laden zu müssen. Auf dem iPad scheint Apple auf die neue Schnittstelle zu verzichten.

Auf einem iPhone 11 ist das Update gut 420 MByte gro?.

Mit iOS 13.5 verspricht der Hersteller zudem ein einfacheres Entsperren über die Gesichtserkennung Face ID, wenn der Nutzer eine Gesichtsmaske tr?gt.

Dafür erscheint die Option zur Code-Eingabe nun schneller auf dem Sperrbildschirm, wenn man diesen zum Entsperren nach oben wischt. Dies soll auch bei der Authentifizierung im App Store greifen sowie bei Zahlungsvorg?ngen mit Apple Pay, merkt Apple an. Eine neue Funktion in den FaceTime-Einstellungen erlaubt es zudem, das schnell st?rende Hervorheben des Sprechers bei Videokonferenzen zu deaktivieren.

Neben den Corona-Anpassungen bessert das Update auch Fehler aus, darunter ein Problem, durch das Videostreams "einiger Websites" bei der Wiedergabe schwarz bleiben konnten. Das Share-Sheet zum Teilen von Inhalten funktioniert wieder zuverl?ssiger bei der Anzeige von Vorschl?gen und Aktionen, schreibt Apple.

Im Vorfeld wurde schon bekannt, dass der Hersteller mit dem Update auch Sicherheitslücken angeht. Die Schwachstellen in Apple Mail, die offenbar mindestens ein Manipulieren von E-Mails ohne Nutzerinteraktion erm?glichen k?nnen, dürften damit behoben sein. Auch eine einfache Methode, die Apps erweiterte Rechte verschaffen kann, soll nicht l?nger funktionieren. Eine komplette Liste der Sicherheitsneuerungen dürfte im Laufe des Abends von Apple ver?ffentlicht werden.

[Update 22.5.2020 13:40 Uhr] Parallel zu iOS 13.5 hat Apple auch iOS 12.4.7 für ?ltere Ger?te ver?ffentlicht, das offenbar erneut Sicherheitslücken schlie?t. Angaben zu beseitigten Schwachstellen liegen auch am Freitag allerdings immer noch nicht vor. Die Kontaktprotokoll-Schnittstelle bleibt iPhones mit iOS 13 vorbehalten, diese Version l?uft bis zurück zu iPhone 6s und iPhone SE.

(lbe)

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