Eon: Kein Preisschock durch Homeoffice – Warnung vor hoher EEG-Umlage

Auf die Stromrechnung dürfte sich das Homeoffice nur wenig niederschlagen, sch?tzt Eon. Ungemach drohe den Verbrauchern beim Strompreis an einer anderen Stelle.

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(Bild: Krisana Antharith/Shutterstock.com)

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Der Stromverbrauch der Privathaushalte ist durch die Arbeit im Homeoffice nach Einsch?tzung des gr??ten deutschen Energieversorgers Eon nur leicht gestiegen. Einen gro?en Strompreisschock bei der n?chsten Rechnung müssten die Verbraucher deshalb nicht befürchten. "Das w?re v?llig überraschend", sagte Eon-Vorstandschef Johannes Teyssen am Dienstag bei der Pr?sentation der Gesch?ftszahlen für das erste Quartal 2020.

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Aktuelle Zahlen für den privaten Stromverbrauch gebe es wegen der geringen Zahl der in Deutschland bislang installierten intelligenten Stromz?hler zwar nicht, sagte Teyssen. Die Werte in Gro?britannien, wo es bereits Millionen solche Smart Meter in Privatwohnungen gebe, lie?en auf einen Anstieg von 4 bis 5 Prozent schlie?en. Der Rückgang des Stromverbrauchs in Deutschland sei ganz überwiegend eine Folge der gesunkenen Abnahme von Industrie und Gro?gewerbe.

Ungemach drohe den Stromverbrauchern aber durch eine "Explosion der EEG-Umlagekosten". Die Umlage zur Finanzierung der erneuerbaren Energien k?nnte im kommenden Jahr als Folge der gesunkenen Stromnachfrage, niedrigerer Gro?handelspreise und der Rekordeinspeisung aus Wind- und Solarparks auf m?glicherweise bis zu 8 Cent je Kilowattstunde steigen, sagte Teyssen. Derzeit betr?gt die Umlage knapp 6,8 Cent.

Ein solcher Anstieg werde einen Aufschwung nach dem Ende der Corona-Krise abwürgen, warnte der Eon-Chef. Er schlug vor, die EEG-Umlage dauerhaft bei h?chstens 5 Cent zu deckeln und die Stromsteuer auf den EU-Mindestsatz von 0,05 Cent je Kilowattstunde zu senken. Dadurch k?nne eine Familie mit einem Jahresverbrauch von gut 3500 Kilowattstunden um mehr als 200 Euro brutto pro Jahr entlastet werden. Für kleine und mittlere Unternehmen w?re die Einsparungen entsprechend h?her. Die mittelfristige Gegenfinanzierung sei durch die bereits entschiedene neue CO2-Bepreisung m?glich.

Eon ist, wie andere Unternehmen der Energiebranche, bislang vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen. Gepr?gt sind die Quartalszahlen durch die übernahme der RWE-Tochter Innogy. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund ein Viertel auf knapp 1,5 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Der Umsatz wurde mit 17,7 Milliarden Euro fast verdoppelt. Allerdings sind die Zahlen kaum miteinander vergleichbar. Die h?heren Kosten für die Integration zusammen mit weiteren negativen Effekten drückten Eon im 1. Quartal unter dem Strich in die Verlustzone. (bme)

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