JU-Chef: Tracing-App automatisch installieren, aber Widerspruchsrecht einr?umen

Der JU-Vorsitzende Kuban m?chte die Corona-Warn-App automatisch auf die Smartphones der Deutschen verteilen. Man solle der Nutzung aber widersprechen dürfen.

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(Bild: Ryan DeBerardinis/Shutterstock.com)

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  • dpa

Der Vorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban, hat dafür pl?diert, die im Kampf gegen das Coronavirus geplante App zur Kontaktverfolgung automatisch auf die Handys aller Deutschen zu installieren. Anschlie?end sollten die Smartphone-Besitzer darüber entscheiden, die App zu nutzen oder nicht, sagte Kuban der Welt am Sonntag.

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In Deutschland und anderen europ?ischen L?ndern ist die Idee einer solchen App seit Wochen im Gespr?ch. Es geht darum, Menschen schnell zu informieren, wenn sie Kontakt zu Infizierten hatten. Nach Angaben von Chris Boos, einem der führenden Forscher des Projektes PEPP-PT, steht die in Europa entwickelte Smartphone-Technologie zur Eind?mmung der Covid-19-Epidemie voraussichtlich bald nach Ostern als konkrete Corona-Warn-App zur Verfügung.

"Die Corona-App wird nicht der neue Impfstoff, aber sie kann uns dabei helfen, schneller zu unserem gewohnten Leben zurückzukehren und dabei die Infektionszahlen m?glichst klein zu halten", sagte Kuban der Welt am Sonntag. Er geht demnach davon aus, dass dafür 40 bis 50 Millionen Menschen in Deutschland mitmachen und diese App nutzen müssten. "Deshalb bin ich für eine Widerspruchsl?sung bei der Datenspende. Jeder Smartphone-Besitzer sollte die neue Tracing-App mit dem n?chsten Update aufs Handy bekommen und v?llig anonym entscheiden, ob er teilnehmen und damit helfen will oder aus für sich nachvollziehbaren Gründen widerspricht."

Der Grünen-Politiker Konstantin von Notz lehnt eine solche L?sung ab. "Der Eingriff in die informationelle Selbstbestimmung und die Integrit?t der informationstechnischen Systeme der Bürgerinnen und Bürger w?re zweifellos ein anderer – und der gro?e, auch rechtliche Vorteil einer sauberen Opt-in-L?sung, n?mlich die selbstbestimmte Einwilligung, dahin", sagte von Notz der Zeitung. Eine App werde nur Erfolg haben, wenn sie transparent und freiwillig ist.

(tiw)

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