Mozilla ver?ffentlicht Report zu Videokonferenzdiensten

Die Mozilla Foundation hat sich 15 Videokonferenzl?sungen hinsichtlich der Sicherheit und Datenweitergabe angeschaut.

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(Bild: David Tran Photo/Shutterstock.com)

Von
  • Eva-Maria Wei?

W?hrend Videokonferenzl?sungen boomen, hat sich die Mozilla Foundation 15 von ihnen herausgenommen und genauer angeschaut. 12 Apps haben den eigens festgelegten "Minimum Security Standard" erfüllt. Kategorien der Untersuchung waren die Verschlüsselung, Sicherheits-Updates, die Passwort-Sicherheit, der Umgang mit Schwachstellen und Datenschutzrichtlinien. Mozilla m?chte Nutzer mit den zusammengestellten Informationen bei der Auswahl unterstützen.

Die untersuchten Dienste sind: Zoom, Google Hangouts, Apple FaceTime, Facebook Messenger, WhatsApp, Jitsi Meet, Signal, Microsoft Teams, BlueJeans, GoToMeeting, Cisco WebEx, Houseparty, Discord und Doxy. Wobei die letzten drei in der Aufz?hlung nicht dem Minimal-Standard entsprachen.

In einem online-Guide l?sst sich jede Software separat ausw?hlen, dort sind die Informationen von den jeweiligen Anbietern aufgeführt und k?nnen zudem vom Nutzer bewertet werden. Zus?tzlich hat Mozilla die nach ihrer Meinung wichtigsten Erkenntnisse im Blog zusammengetragen. Herausgehoben wird etwa, dass Zoom zwar stark für seinen laschen Umgang mit Nutzerdaten sowie aufgetauchte Sicherheitslücken kritisiert worden ist, aber gleichzeitig auch jeweils rasch gehandelt hat. "Das ist etwas, was wir bei anderen Unternehmen wie etwa Facebook, die keine direkte Konkurrenz haben, nicht sehen", hei?t es. Generell g?be es einen Nachahmungseffekt: Beispielsweise h?tten Zoom und Google Hangouts einen Ein-Klick-Link eingeführt, um an einem Meeting teilzunehmen, und daraufhin habe auch Skype diese Funktion hinzugefügt.

Wegen der unterschiedlichen Ausrichtung empfiehlt Mozilla, im Arbeitsumfeld eher auf Dienste zurückzugreifen, die für eben dieses gemacht sind. Dort seien die Sicherheitsstandards h?her und es g?be mehr Funktionen.

Facebook nutze laut Mozilla zwar nicht die Inhalte von Nachrichten, um Werbung darauf basierend auszuspielen, dennoch sei die Fülle an Informationen, die dafür genutzt werde, gro?; Name, E-Mail, Kontakte und Standort, – selbst von Fotos und Hintergründen, sofern sich hieraus ableiten l?sst, wo die Aufnahme entstand. Diese Informationen werden dann auch noch an eine Reihe von Partnern weitergegeben. Facebooks WhatsApp steht bei Mozilla in der Kritik, weil dort vielfach Fake-News geteilt werden. Wobei der Messenger durch Einschr?nkungen beim Weiterleiten von Nachrichten versucht, dem zu entgegnen. Zudem ist er, wie nicht alle Dienste, Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Grunds?tzlich gibt es überall eine Verschlüsselung, teilweise aber nur bis zum Server.

Aufnahmefunktionen sind, sofern es sie gibt, immer mit Benachrichtigungen der Teilnehmer verbunden, Gastgeber und Administratoren haben M?glichkeiten, Teilnehmer in ihrer Befugnis einzuschr?nken, was Trolle und Missgeschicke verhindern kann.

Houseparty beschreibt Mozilla als "Daten-Vakuum". Auch Discord greift der Stiftung zu viele Informationen ab, noch schlimmer sei, dass die Plattform bekannt sei für Ecken, in denen es um Misogynie, Ausl?nderfeindlichkeit und Menschenhandel geht. Doxy wird vor allem in der Telemedizin genutzt und l?uft im Browser, was entsprechende Sicherheitslücken des Browsers mit sich bringen kann.

(emw)

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