Recht auf Homeoffice: SPD-Spitze fordert klare Regeln

Die beiden SPD-Vorsitzenden bekr?ftigen ein Recht auf Homeoffice. Au?erdem müssten L?hne für systemrelevante Berufe steigen.

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(Bild: Pheelings media / Shutterstock.com)

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Vor dem Tag der Arbeit am 1. Mai hat die SPD-Spitze ein Recht auf Homeoffice mit klaren Regeln gefordert. Mittelfristig müsse dann st?rker darauf geachtet werden, wie die Arbeitspl?tze zuhause ausgestattet seien. "Eigentlich müssten alle Arbeitgeber zum Beispiel zuhause nachprüfen, ob der Stuhl überhaupt geeignet ist", sagte SPD-Chefin Saskia Esken der dpa. "Jetzt herrscht eine Art Ausnahmezustand, aber mittelfristig muss es ein Recht auf Homeoffice mit klaren Regeln geben."

Ein von Arbeitgebern kritisiertes Recht auf Homeoffice will Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) gesetzlich verankern und bis Herbst einen Entwurf vorlegen.

Viele berufst?tige Eltern müssten derzeit zuhause Job und Kinderbetreuung zugleich stemmen. Sie brauchten ein klares Signal, wann und unter welchen Bedingungen Schule und Kita wieder anlaufen k?nnten, forderte Esken. Eine M?glichkeit sei, die Kinder in einer Art Schichtbetrieb zwei oder drei Tage pro Woche in die Schule zu schicken.

Au?erdem schlug die SPD-Chefin vor, die Kontaktbeschr?nkungen für Familien leicht zu lockern. Sie k?nnten sich mit zwei weiteren Familien zusammentun und sich ausschlie?lich in diesem Kreis regelm??ig treffen. "So notwendig unsere Vorkehrungen sind, um einen Anstieg der Corona-Infektionen zu verhindern, so glaube ich dennoch, dass die Form der Kontaktbeschr?nkungen den Familien, besonders Kindern und Jugendlichen, nicht gut gerecht wird", sagte Esken. Kinder brauchten den Kontakt zu anderen Kindern.

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Für die SPD habe der 1. Mai in diesem Jahr eine besondere Bedeutung, sagte SPD-Chef Norbert Walter-Borjans. Die Sozialdemokraten fordern vor allem bessere L?hne für Besch?ftigte in den sogenannten systemrelevanten Berufen. "Pl?tzlich merken wir alle, wer die Leistungstr?ger dieser Gesellschaft sind, ohne die wir nicht zurechtkommen: Pflegekr?fte etwa oder diejenigen, die Regale einr?umen im Supermarkt, die an der Kasse sitzen", sagte Esken. "Jetzt kommt es drauf an, nicht nur einen Pandemiezuschlag zu erfinden und den steuerfrei zu stellen. Das ist ein sch?nes Signal, aber wir wollen, dass diese Leute auf Dauer besser verdienen und auch wirksame Arbeitnehmerrechte haben."

Walter-Borjans warf der Union eine Blockadehaltung vor. Für die Konservativen in CDU und CSU sei Geldausgeben kein Problem, wenn es um gro?e Unternehmen gehe. So würden 156 Milliarden Euro Schulden zum Gro?teil zur Stützung von Unternehmen und der Sicherung von Arbeitspl?tzen aufgenommen. "Aber wenn es um einen einstelligen Milliardenbetrag für Kurzarbeiter oder Grundrente geht, ist komischerweise auf einmal genau hier die Kasse leer", kritisierte er.

(olb)

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