Vorstellungsgespr?ch: Tipps für einen gelungenen Auftritt

Das Vorstellungsgespr?ch ist der wichtigste Schritt des Bewerbungsprozesses. Unsere Tipps helfen Ihnen bei der richtigen Vorbereitung.

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(Bild: stockfour/Shutterstock.com)

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Das Vorstellungsgespr?ch – endlich steht das lang ersehnte Wort schwarz auf wei? auf Ihrer Einladung. Sie konnten mit Ihrem Bewerbungsschreiben überzeugen. Mit der M?glichkeit, sich dem Unternehmen Ihrer Wahl pers?nlich zu pr?sentieren, sind Sie dem neuen Job einen gro?en Schritt n?hergekommen. Jetzt gilt es, diese Chance zu nutzen.

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Inhaltsverzeichnis:

Das Unternehmen, bei dem Sie sich beworben haben, hat sich bei Ihnen gemeldet und will Sie kennenlernen? Dann sollten Sie diese Einladung zum Bewerbungsgespr?ch so bald wie m?glich beantworten.

Denn auch in diesem Schritt des Bewerbungsprozesses kann man mit der richtigen Vorgehensweise punkten.

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Bereits mit einer zeitnahen Best?tigung k?nnen Sie einen ersten guten Eindruck hinterlassen. Damit ist am selben oder am n?chsten Tag gemeint – ein sp?terer Zeitpunkt k?nnte auf den Personaler wie Desinteresse wirken.

Wenn Sie schnell antworten signalisieren Sie damit Interesse und vermitteln dem Personaler, dass Sie professionell und strukturiert kommunizieren und arbeiten. Zu diesem Zeitpunkt spielt es allerdings keine Rolle, ob Sie den vorgeschlagenen Termin wahrnehmen, verschieben oder absagen müssen. Ihr Ziel ist zun?chst die Rückmeldung.

Falls Sie telefonisch eingeladen werden, k?nnen Sie bereits zu diesem Zeitpunkt zum Terminvorschlag Stellung nehmen. Vergessen Sie aber nicht, sich den Namen des Ansprechpartners, Datum, Uhrzeit und Ort des Vorstellungsgespr?chs und/oder die Dauer des Termins zu notieren – Sie wollen schlie?lich pünktlich und gut vorbereitet erscheinen.

Wie detailliert Sie Ihre Best?tigung als E-Mail formulieren ist Geschmackssache. überlegen Sie, ob es für Sie noch offene Punkte gibt, die die Einladung nicht erw?hnt hat. Im Gegensatz zum Telefongespr?ch haben Sie beim Verfassen der E-Mail Zeit – achten Sie also auf Orthografie und Interpunktion.

Sie wurden zum Assessment-Center eingeladen und nicht zu einem Vorstellungsgespr?ch? Hierbei handelt es sich um ein Auswahl- und Beurteilungsverfahren. Im Assessment-Center werden die Teilnehmer für die Eignung einer bestimmten Position getestet. Das Auswahlverfahren besteht aus mehreren Runden und kann dementsprechend auch mehrere Tag dauern.

Hier absolvieren Sie als Einzelperson oder in Gruppen verschiedene Auswahlgespr?che, Rollenspiele, Tests und übungen. Mittelst?ndische Unternehmen, aber auch Konzerne greifen, gerne zu dieser Methode, um das passende Personal zu finden. Aufgrund der vielen Anforderungen, die das Assessment-Center an seine Teilnehmer stellt, sollte man sich vorab gut über das Unternehmen informieren und sich auf die unterschiedlichen Aufgaben einstellen. Doch auch wer ein Bewerbungsgespr?ch absolviert, muss sich gut vorbereiten.

Bis zum Bewerbungsgespr?ch werden Sie sicherlich einige Tage – oder vielleicht sogar Wochen – Zeit haben. In diesem Zeitraum k?nnen Sie sich in Ruhe auf das Vorstellungsgespr?ch vorbereiten.

Wer einen positiven und bleibenden Eindruck beim Gespr?chspartner hinterlassen will, sollte an seiner K?rpersprache, Gestik und Mimik arbeiten. Wenn Sie m?glicherweise vorhandene schlechte Angewohnheiten für das Vorstellungsgespr?ch abstellen k?nnen, haben Sie gute Chancen den Personaler zu beeindrucken.

üblicherweise findet das Vorstellungsgespr?ch im Sitzen statt. Hier kann Ihre K?rperhaltung dem Personaler viel über Ihre Stimmung und Pers?nlichkeit verraten: Wer es sich zu gemütlich macht, weist damit auf mangelnden Respekt hin. Sie sitzen mit dem Oberk?rper eingeknickt auf dem Stuhl? Dann wird Ihre Stimme unter Umst?nden kaum zu verstehen sein. Sie sitzen gerade auf der Stuhlkante? Auf den Personaler wirken Sie damit unsicher. Besser ist es, wenn Sie die gesamte Sitzfl?che nutzen und eine offene Sitzhaltung einnehmen.

Bei der Gestik sollten Sie darauf achten, Ihre Gesten nicht zu übertreiben, sondern auf natürliche Art und Weise zu nutzen. Tabus wie Kratzen, Spielen mit Fingern?geln und das Armeverschr?nken sind zu vermeiden. Mithilfe einer inhaltlichen Vorbereitung k?nnen Sie bereits vorab einsch?tzen, welche Gestik funktioniert. Bei all den oben genannten wichtigen Hinweise gilt: Gehen Sie diese in der Vorbereitung durch, blockieren Sie sich im Vorstellungsgespr?ch jedoch nicht dadurch. Vertrauen Sie auf Ihre Vorbereitung und konzentrieren Sie sich auf das Gespr?ch.

Als Eisbrecher eignet sich immer ein freundliches L?cheln. über die Mimik kann Ihr Gegenüber erkennen, wie Sie selbst zum Gesagten stehen und wie gro? Ihr Interesse an der Stelle tats?chlich ist. Setzen Sie ein dezentes L?cheln auf, wenn Sie sprechen oder wenn Sie Ihrem Gegenüber w?hrend des Zuh?rens Rückmeldung geben.

Um zum Gespr?ch pünktlich zu sein, ist es wichtig, dass Sie den Ort vorab in Erfahrung bringen. Das Vorstellungsgespr?ch findet in der Stadt statt, in der Sie leben? Dann haben Sie zwar einen Heimvorteil, viel Zeit für den Weg einzuplanen ist jedoch nicht verkehrt. Denn auch in diesen F?llen kann man schnell im Stau stehen oder von Problemen bei den ?ffentlichen Verkehrsmitteln betroffen sein.

Das Bewerbungsgespr?ch findet in einer anderen Stadt statt? Reisen Sie am besten einen Tag vorher an und übernachten Sie im Hotel. So k?nnen Sie fit und ausgeruht am Gespr?ch teilnehmen. Liegt die Stadt in einer Distanz, die die Anreise am gleichen Tag m?glich macht, sollten Sie auch hier genug Puffer einplanen. Falls Sie sich Gedanken über die Finanzierung von Fahrt- und übernachtungskosten machen: Viele Unternehmen erstatten die Kosten.

Professionell oder gewagt – mit der jeweiligen Kleidung kann man bei anderen Menschen einen guten oder schlechten Eindruck hinterlassen. Mit der Kleiderwahl vor dem Gespr?ch k?nnen Sie entscheiden, wie Sie auf Ihr Gegenüber wirken wollen

Die richtige Kleidung für ein Bewerbungsgespr?ch kann auch branchenabh?ngig sein. Wenn Sie sich in der IT-Branche als Webdesigner oder Netzwerkadministrator bewerben, k?nnen Sie sich klassisch/modern kleiden. M?nner tragen ein Sakko in Kombination mit einem (wei?en) Hemd. Frauen greifen zur klassischen Bluse oder einem Blazer gepaart mit einer dunklen Stoffhose.

Eigentlich ist K?rperschmuck wie ein Piercing oder ein Tattoo schon l?ngst gesellschaftsf?hig. Doch dort, wo der Arbeitgeber ein ordentliches Erscheinungsbild verlangen kann – wie beispielsweise im Kundenkontakt – sind Tattoos und Piercings oft unerwünscht. In einem Bewerbungsgespr?ch ist es gut m?glich, dass man auf diese angesprochen wird. Darauf müssen Sie nicht zwingend eingehen. Au?erdem sollten Sie für sich die Frage beantworten, ob es sich um den richtigen Arbeitgeber handelt, wenn das Unternehmen sich an diesen Dingen st?rt.

Natürlich l?uft nicht jedes Bewerbungsgespr?ch gleich. Doch bestimmte Phasen lassen sich in allen Gespr?chen finden:

  • Der Small Talk
  • Das Kennenlernen
  • Die Selbstpr?sentation
  • Die Fragerunde
  • Die Stressfragen
  • Ihre Rückfragen
  • Der Abschluss

Ein lockerer Austausch beginnt bereits an der Pforte, am Empfang oder auf dem Weg zum Raum, in dem das Gespr?ch stattfinden wird.

Der Personaler erz?hlt etwas über das Unternehmen, dessen Werdegang und Produkte. M?glich ist auch, dass Sie sich zun?chst vorstellen oder etwas über das Unternehmen erz?hlen sollen.

Es ist wichtig, dass Sie an dieser Stelle des Gespr?chs nicht einfach Ihren Lebenslauf wiedergeben. Haben Sie die notwendigen Soft Skills und F?higkeiten für die ausgeschriebene Stelle? Den Personaler überzeugen Sie, wenn Sie Ihr Interesse und Ihre pers?nliche Eignung für die T?tigkeit, für die Sie sich bewerben, in diesem Abschnitt des Job-Interviews bekunden.

Im ersten Teil der Selbstpr?sentation beschreiben Sie kurz und knapp Ihren Werdegang (Wie hei?en Sie? Woher kommen Sie? Wo haben Sie studiert? Welche Erfahrungen haben Sie im Studium gesammelt? Was haben Sie in Ihren bisherigen T?tigkeiten gemacht? Warum wollen Sie die neue Stelle? Warum gerade dieses Unternehmen?)

Im zweiten Teil erkl?ren Sie, warum Sie den Job antreten wollen. Gehen Sie auch darauf ein, was Sie zum Stellenwechsel bewegt hat und wie Ihre bisherigen beruflichen Erfahrungen dazu passen.

Nach Ihrer Selbstpr?sentation gehen Personaler gerne auf Ihren Lebenslauf ein und stellen zun?chst ein paar pers?nliche Fragen:

  • Was sind Ihre Ziele für die n?chsten drei bis fünf Jahre?
  • Wie sah Ihr letzter gro?er Erfolg aus? Wie der Misserfolg?

Mit diesen m?glichen Fragen will der Personaler Ihre kommunikativen F?higkeiten prüfen und sehen, wie Sie in das Team passen.

Natürlich werden auch fachliche Fragen gestellt. Insbesondere in der Informationstechnik, ist auch Ihr Fachwissen gefragt. Fachfragen für eine ausgeschriebene Stelle in der Hardwareentwicklung k?nnten z. B. so lauten:

  • Was ist der Unterschied zwischen Hardware und Software?
  • Erkl?ren Sie den Begriff und die Bedeutung von Embedded Prozessoren.

Wissenslücken sollten Sie ehrlich zugeben. Machen Sie aber auch deutlich, dass neugierig sind und dazu lernen wollen.

Bei Sch?tzfragen geht es darum, einen cleveren L?sungsweg zu identifizieren, mit dem Sie das Problem l?sen k?nnten:

  • Wie viel wiegt China?
  • Wie viele Autos gibt es in Deutschland?

Diese Art von Fragen stellen Personaler, um zu schauen, wie Sie in stressigen Situationen reagieren und wie Sie an Probleme herangehen:

  • Warum Sie sind der Ansicht, dass Sie zum Unternehmen passen?
  • Sie haben sich sicherlich auch schon woanders beworben?

Wie Sie damit am besten umgehen? Bewahren Sie Ruhe. Beantworten Sie die Fragen kurz und sympathisch. Fragen zur Familienplanung, zur gesundheitlichen Situation, zu privaten Meinungen und Ansichten müssen Sie nicht beantworten, denn diese sind nicht erlaubt.

Jetzt sind Sie an der Reihe, Fragen zu stellen. Und auch hier k?nnen Sie beim Personaler punkten. Denn so bekunden Sie professionelles Interesse:

  • Wie wird die Einarbeitung laufen? Wie sieht die Betreuung aus?
  • Wie sehen die beruflichen Perspektiven und M?glichkeiten in dieser Position und im Unternehmen aus?

Fragen, die Sie nicht stellen sollten und die einen schlechten Eindruck beim Personaler hinterlassen:

  • Was macht das Unternehmen genau?
  • Was verdienen Kollegen in derselben Position?

Bevor Sie sich verabschieden, erkl?rt Ihnen der Personaler, wie es weitergeht: Wann Sie das Ergebnis des Vorstellungsgespr?chs erfahren und ob eine zweite Gespr?chsrunde oder sogar ein Einstellungstest geplant sind.

Auch nach dem Job-Interview gibt es einige Dinge, die Sie tun beziehungsweise Dinge, die anschlie?end passieren k?nnen.

In vielen L?ndern ist es üblich, ein kurzes Dankschreiben zu verfassen. In Deutschland ist diese Geste noch selten. Sie heben sich mit diesem Schreiben von anderen Bewerbern ab. Bedanken Sie sich für das Gespr?ch, nennen Sie zwei Erkenntnisse, die Sie aus dem Termin mitgenommen haben und wiederholen Sie den Wunsch, für das Unternehmen arbeiten zu wollen. W?hrend Sie auf das Ergebnis warten, sollten auch weiterhin aktiv in der Jobsuche bleiben – auch, wenn das Gespr?ch gut lief. So erh?hen Sie die Chancen auf einen Job.

Auf eine Antwort vom potenziellen Arbeitgeber warten Sie bis zu einer Woche. Woran das liegt? Auswahlverfahren sind heutzutage enorm aufwendig und müssen vom Personaler entsprechend ausgewertet werden. Wenn Sie unter Zeitdruck stehen oder zu viel Zeit verstrichen ist, ist es üblich nachzufassen – bleiben Sie ihrem Gespr?chspartner gegenüber aber h?flich.

In gro?en Konzernen sind weitere Bewerbungsgespr?che üblich. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie zu einem zweiten Gespr?ch eingeladen werden. Den Personaler haben Sie zum gro?en Teil überzeugen k?nnen, in diesem Gespr?ch müssen Sie jetzt seine restlichen Bedenken beseitigen.

In dieser Runde sitzen oft weitere Entscheidungstr?ger sowie Mitarbeiter des Unternehmens, unter denen oder mit denen Sie bald arbeiten k?nnten. Stellen Sie im zweiten Vorstellungsgespr?ch einen Bezug zur ersten Unterhaltung her – bleiben Sie weiterhin so authentisch wie m?glich. Womit Sie rechnen sollten? Denkbar sind weitere Sch?tz- und Stressfragen, aber auch Rollenspiele oder weitere Fragen, mit denen Sie Ihr Fachwissen unter Beweis stellen müssen.

Ein weiteres übliches Szenario: Eine Einladung zum Mittagessen. Eine gute M?glichkeit für Personaler und potenzielle Chefs, Sie in einem ungezwungenen Umfeld genauer kennenzulernen. Vergessen Sie aber nicht Ihre Manieren. Auch nach dem zweiten Gespr?ch hei?t es geduldig sein, auch an dieser Stelle des Bewerbungsprozesses ist ein Dankschreiben eine gute Idee. Falls das Feedback zu lange auf sich warten l?sst, ist h?fliches Nachfragen erlaubt. ()

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